
Gratis Museen und Ausstellungen in Wien
Welche Ausstellungshäuser Sie kostenlos besuchen können
In Wien kann man vieles gratis erleben – auch Museen und Ausstellungen besuchen. Vom Wien Museum über die Bezirksmuseen bis hin zum musa und dem Queer Museum. Ein Überblick über die Wiener Gratis-Museumslandschaft und aktuelle kostenlose Ausstellungen.
- Museum of Change im ehemaligen Hauptpostgebäude
- Die Jubiläumsausstellung „Aus dem Schatten ins Licht – Verfemte Komponist:innen und ihr Erbe“ im Exilarte Zentrum
- Transformationsausstellung „Meet Otto“ im Otto Wagner Areal
- Jüdisches Museum: kostenloser Eintritt am letzten Freitag im Monat
- Der Donnerstagabend geht im Haus der Geschichte Österreich aufs Haus
- Wien Museum am Karlsplatz
- musa
- Pratermuseum
- Römermuseum
- Uhrenmuseum
- Virgilkapelle
- Otto Wagner Bauten
- Wiener Bezirksmuseen
- Heeresgeschichtliches Museum
- Circus- und Clownmuseum Wien
- das weisse haus
- Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
- Queer Museum im Otto Wagner Areal
- Wiener Feuerwehrmuseum
- Wiener Fischereimuseum
- Österreichisches Gartenbaumuseum
- Geldmuseum der österreichischen Nationalbank
- Kunstraum Niederösterreich
- Marktammuseum
- Rauchfangkehermuseum
- Museum Simon Wiesenthal
- Ziegelmuseum
- MUSMIG – Ein Museum im Werden: Migration neu erzählen
- Zusammenfassung
Museum of Change im ehemaligen Hauptpostgebäude
Mitten in der Wiener Innenstadt verwandelt das Museum of Change ein historisches Gebäude in ein spektakuläres Erlebnis aus Kunst und Technologie. Im Innenhog des ehemaligen Hauptpostgebäude trifft barocke Architektur auf moderne Medienkunst – und wird zur Bühne für ein innovatives Freiluftmuseum.
Über 50 Projektoren, zahlreiche Lautsprecher und Nebelmaschinen schaffen ein immersives Gesamtkunstwerk, in dem sich Bild, Klang und Raum zu einer ständig wandelnden Inszenierung verbinden. Die Inhalte werden dabei in Echtzeit von Künstlicher Intelligenz generiert und verändern sich kontinuierlich – jede Projektion ist einzigartig. Die visuellen Eindrücke kreisen um zentrale Themen wie Mensch, Umwelt sowie Mikro- und Makrokosmos und laden dazu ein, die Verbindung zwischen Technologie und Gesellschaft neu zu denken. BesucherIinnen bewegen sich frei durch die Installation und werden selbst Teil dieses dynamischen Kunstprozesses, in der Mitte des Innenhofes sind auch Liegestühle platziert.
Wer tiefer eintauchen möchte, kann den KI-Guide „SHAKI“ am Smartphone installieren und konsultieren: Eine kostenpflichtige App, in die die gesamte Projektrecherche der vergangenen Jahre eingespeist worden ist. Ansonsten ist der Besuch der Lichtinstallation aber kostenlos.
täglich ab 20.00 (mit Einbruch der Dunkelheit) I Musuem of Change I Postgasse 10, 1010 Wien
> Mehr über das Museum of Change erkunden
Die Jubiläumsausstellung „Aus dem Schatten ins Licht – Verfemte Komponist:innen und ihr Erbe“ im Exilarte Zentrum
Mit der Ausstellung „Aus dem Schatten ins Licht – verfemte Komponistinnen und ihr Erbe“ im Exilarte Zentrum der mdw (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) rückt ab 16. April ein lange vernachlässigtes Kapitel der Musikgeschichte ins Rampenlicht. Im Zentrum stehen KomponistInnen, deren Werke durch Verfolgung, Exil und gesellschaftliche Ausgrenzung – insbesondere während der NS-Zeit – aus dem kulturellen Gedächtnis verdrängt wurden.
Die Jubiläumsausstellung zeigt eindrucksvoll, wie sie trotz widrigster Umstände weiter komponierten und bedeutende Beiträge zur Musik des 20. Jahrhunderts leisteten. Besucher:innen erhalten durch seltene Archivmaterialien, biografische Einblicke und musikalische Beispiele einen umfassenden Zugang zu ihrem Schaffen. Die Biografien zeichnen ein vielschichtiges Panorama europäischer Musikgeschichte im Exil: von in Wiener KomponistIinnen, die bei Hollywood-Produktionen reüssierten, über Dirigent:Iinnen, die in Übersee neue Orchester gründeten, bis hin zu MusikpädagogInnen, MusiktheoretikerInnen und InterpretInnen, die in Großbritannien, den USA, Lateinamerika, Israel, Australien oder Asien das kulturelle Leben musikalisch beeinflussten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Wiederentdeckung und Neubewertung dieser Werke: Die Ausstellung macht nicht nur vergessene Kompositionen hör- und sichtbar, sondern ordnet sie auch neu in den musikhistorischen Kontext ein. Die Ausstellung ist somit nicht nur ein kulturelles Highlight in Wien, sondern auch ein starkes Zeichen für Erinnerungskultur und kulturelle Gerechtigkeit.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, man kann sie noch bis 20. Dezember besuchen.
Öffnungszeiten:
- Mittwoch bis Freitag: 15.00 bis 19.00
- Samstag: 13.00 bis 17.00
- an Feiertagen geschlossen
Ort:
- Universität für Musik und darstellende Kunst Wien I Exilarte Zentrum
- Lothringerstraße 18, 1. Stock, Zimmer A0102, 1030 Wien
Transformationsausstellung „Meet Otto“ im Otto Wagner Areal
Seit 14. Oktober kann man am Otto Wagner Areal die Transformationsausstellung „MEET OTTO!“ im Pavillon 1 besuchen. Mit Modellen, historischen Fotos, Texten und Tonspuren – die Geschichte und Weiterentwicklung des Otto Wagner Areals vom ehemaligen Krankenhaus zu einem heutigen Zentrum für Bildung, Kultur und Wissenschaft, sie macht dabei sichtbar, wie historische Architektur und moderne Nutzung im Zusammenspiel stehen.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 17.00
Ort:
- Pavillon 1 I Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
> Besuch der Transformationsausstellung planen
Jüdisches Museum: kostenloser Eintritt am letzten Freitag im Monat
„Happy Friday!“ lautet ab April das Motto im Jüdischen Museum, das seine Türen in der Dorotheergasse jeden letzten Freitag im Monat von13.00 bis 18.00 für alle BesucherInnen kostenlos öffnet. Als erstes Jüdisches Museum der Welt kann man Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen besuchen und so in die jüdische Geschichte eintauchen.
Die Dauerausstellung „Unsere Stadt“ beginnt im Jahre 1945 und führt in die Wiener Gegenwart. Sie erzählt eine zutiefst wienerische Geschichte der Immigration einer beinahe vernichteten jüdischen Gemeinde, die sich durch den Widerstand in der Nachkriegszeit entwickeln konnte. In einem historischen Rückblick widmet man sich der jüdischen Geschichte im Mittelalter, hinterfragt die „Toleranz“ von Joseph II und endet mit der Schoa, die der Begriff für den nationalsozialistischen Völkermord ist.
Außerdem begegnet man in der Dauerausstellung derfotografischen Rauminstallation der israelischen Künstlerin Maya Zack. Durch das Kunstwerk wird ein Raum neu interpretiert, der 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde.
Noch bis 8. Juni kann man herausfinden, was es mit der „Fluchtstube“ des Radio-Ingenieurs Emmerich Grünwald, der 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert wurde, das er trotz einer Körperbehinderung überlebte. In der Schlickgasse 4 richtete er sich eine „Fluchtstube“ ein – ein Zwischengeschoß, das über eine versteckte Treppe unter einem Kleiderschrank erreichbar war.
Die Ausstellung „A Muslim, a Christian and a Jew – Eran Shakine“ im zeigt eine der bekanntesten Werkserien des israelischen Künstlers Eran Shakine und stellt eine einfache und gleichzeitig tiefgründige Frage ins Zentrum: Was verbindet die drei großen monotheistischen Religionen – Islam, Christentum und Judentum? Im Mittelpunkt der Schau stehen großformatige Zeichnungen und Malereien, die auf den ersten Blick wie der Anfang eines Witzes wirken.
Ein eindrucksvolles künstlerisches Element ist außerdem die fotografische Rauminstallation der israelischen Künstlerin Maya Zack. Ihr Werk setzt sich mit einem Raum auseinander, der 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde, und interpretiert ihn auf eindringliche Weise neu.
Öffnungszeiten:
- Sonntag bis Freitag: 10.00 bis 18.00
- samstags geschlossen
Eintritt frei
- Am letzten Freitag im Monat genießen alle BesucherInnen von13.00 bis 18.00 freien Eintritt.
- Senior:innen haben am ersten Mittwoch im Monat kostenlosen Eintritt.
Jüdisches Museum I Dorotheergasse 11, 1010 Wien
> Ausstellungen des Jüdischen Museums in der Dorotheergasse erkunden
Der Donnerstagabend geht im Haus der Geschichte Österreich aufs Haus
Ein Afterwork-Kulturtipp für alle Geschichtsinteressierte: Im hdgö haben BesucherInnen von 18.00 bis 20.00 die Möglichkeit, bei freiem Eintritt in österreichische Zeitgeschichte einzutauchen.
Sowohl die Dauerausstellung als auch die aktuelle Sonderausstellung „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950–1966“ sind an diesem Abend kostenlos zugänglich. Die in Kooperation mit dem Universalmuseum Joanneum entstandene Schau beleuchtet das Zusammenspiel von bezahlter, unbezahlter und prekärer Arbeit im Leben von Frauen in der Steiermark der Nachkriegszeit. Anhand eindrucksvoller Fotografien wird sichtbar, wie eng Erwerbsarbeit und Care-Arbeit miteinander verwoben waren – und welche Herausforderungen Frauen damals zu bewältigen hatten.
Ausgehend vom Nachlass der Aktivistin Paula Lang (1906–1991) wirft die Zusammenschau in der Foyer-Vitrine einen Blick auf unterschiedliche Strategien der politischen Betätigung.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 18.00
- Donnerstag: 10.00 bis 20.00
- Eintritt frei am Donnerstag von 18.00 bis 20.00
Haus der Geschichte Österreich I Neue Hofburg, Heldenplatz, Wien
> Ausstellungsprogramm des hdgö erkunden
Wien Museum am Karlsplatz
Wenn man an Gratis-Museen in Wien denkt, kommt einem wahrscheinlich sehr rasch das Wien Museum am Karlsplatz, beziehungsweise dessen Dauerausstellung, in den Sinn. Über drei Etagen kann man auf 3.300 m² einen historischen Streifzug von der Frühzeit in die Gegenwart zu unternehmen. Die Geschichte der Stadt kann als chronologischer Rundgang durch die Jahrhunderte betrachtet werden, in dem Themen wie Arbeit, Wohnen, Verkehr, Zuwanderung und Ökologie behandelt werden, die bis heute unseren Alltag bestimmen.
Man begegnet ikonischen Objekten wie Original-Figuren des Donaubrunnens, einem Stephansdom-Modell, das Waldheim-Pferd, das bei den Studentenprotesten 1986 im Einsatz war oder dem Praterwalfisch Poldi, dessen spektakuläre Rettung für mediale Aufmerksamkeit sorgte.
Durch interaktive Formate und taktile Objekte werden alle fünf Sinne angesprochen, Medienstationen und ein Digital Guide bieten vertiefende Informationen an.
Jeden ersten Sonntag ist auch der Besuch in die Sonderausstellung kostenlos, die sich aktuell einem 21 Kilometer langen Freiraum und 250 Meter breiten Freiraum widmet: der Donauinsel. Entstanden ist sie zwischen 1972 und 1988 gemeinsam mit der Neuen Donau – ursprünglich als Teil eines groß angelegten Hochwasserschutzprojekts. Was als technische Infrastruktur begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem unverzichtbaren Erholungsraum entwickelt, der heute aus dem Wiener Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist.
Die Ausstellung beleuchtet sowohl die aufwendige Planung und Umsetzung dieses Großprojekts als auch die vielfältigen Funktionen der Donauinsel in der Gegenwart. Dabei wird deutlich, welche zentrale Rolle sie nicht nur für den Hochwasserschutz, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht und das soziale Leben in der Stadt spielt – als Rückzugsort, Treffpunkt und Freizeitparadies zugleich.
Begleitend zur Sonderausstellung findet am 7. April auch eine Buchpräsentation am 8. April und eine Wiener Vorlesung statt im Wien Museum statt. Bei beiden kostenlosen Veranstaltungen widmet man sich der Donauinsel und ihrer Entwicklung vom Hochwasserschutzgebiet zu einem Raum für alle.
- Mehr über die Buchpräsentation erfahren und kostenlos anmelden
- Mehr über die Wiener Vorlesung erfahren und kostenlos anmelden
Öffnungszeiten:
- Dienstag, Mittwoch, Freitag: 09.00 bis 18.00
- Donnerstag: 09.00 bis 21.00
- Samstag und Sonntag: 10.00 bis 18.00
- Eintritt in die Sonderausstellung am ersten Sonntag im Monat frei
Wien Museum I Karlsplatz 8, 1010 Wien
> Besuch im Wien Museum planen
Am ersten Sonntag im Monat ist auch der Besuch der weiteren Standorte des Wien Museums kostenlos, von denen einige Musikerwohnungen (Haydnhaus, Johann Strauss Wohnung, Schubert Geburtshaus und Schubert Sterbehaus) geschlossen sind. Manche Standorte sind noch geöffnet bzw. öffnen am 1. Mai. Hier ein Überblick.
musa
Als Ausstellungsort für Wiener Gegenwartskunst bildet das musa in wechselnden Präsentationen die Kunstentwicklung der letzten Jahrzehnte ab und stellt noch wenig bekannte künstlerische Positionen vor.
Die im musa untergebrachte Startgalerie ist ein Experimentierraum, in dem junge KuratorInnen ihre Ideen in der Zusammenarbeit mit lokalen KünstlerInnen entwickeln können. In der Artothek hat man die Möglichkeit, Kunstwerke für daheim auszuleihen.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 18.00
- kostenloser Eintritt
musa I Felderstraße 6-8, 1010 Wien
Pratermuseum
Kaum ein anderer Vergnügungspark ist so stark mit der Identität einer Stadt verbunden wie der Wurstelprater. Unweit vom Wiener Riesenrad entfernt widmet sich das Museum der über 250-jährigen Geschichte des Freizeitgebietes. Gleich am Anfang wird man von einem monumentalen Panoramabild fasziniert, das den Weg in die Ausstellung bahnt.
Neben der weitläufigen Wiesen- und Waldlandschaft des grünen Praters begegnet man historischen Objekten wie Ringelspiel- und Kasperlfiguren, Teilen einer Grottenbahn oder frühen Spielautomaten. Ergänzt wird die Schau durch ehemalige Pläne, Eintrittskarten, Programmhefte und Plakate.
Öffnungszeiten:
- Freitag bis Sonntag: 11.00 bis 18.00
- Eintritt am ersten Sonntag im Monat frei
Pratermuseum I Prater 92, 1020 Wien
> Besuch im Pratermuseum planen
Beethoven Museum
Als Versuch seine Taubheit zu heilen, zog Beethoven in den ehemaligen Kurort Heiligenstadt. Seine Wohnung in der Probusgasse ist heute noch gut erhalten und geht anhand von Dokumenten, Gegenständen und Musikbeispielen auf das Leben und Schaffen des weltberühmten Komponisten ein.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Sonntag: 11.00 bis 13.00; 14.00 bis 17.00
- kostenloser Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat
Beethoven Museum I Probusgasse 6, 1190 Wien
> Besuch im Beethoven Museum planen
Beethoven Pasqualatihaus
Beethoven ist etliche Male innerhalb von Wien umgezogen, im Haus in derMölker Bastei lebte er am längsten – für acht Jahre. Hier komponierte er unter anderem die Oper „Fidelio“ oder sein berühmtes Klavierwerk „Für Elise“.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Sonntag: 11.00 bis 13.00; 14.00 bis 17.00
- kostenloser Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat
Beethoven Pasqualatihaus I Mölker Bastei 8, 1010 Wien
> Besuch im Beethoven Pasqualatihaus planen
Römermuseum
Wiens Geschichte begann vor knapp 2000 Jahren, als die RömerInnen Vindobana gründeten. Die vielfältige Geschichte der Siedlung wird im Römermuseum am Hohen Markt aufbereitet. Neben Geschäften und Wohnquartieren standen auch Freizeiteinrichtungen wie Tavernen, öffentliche Bäder und selbst Bordelle zur Verfügung.
Archäologische Alltagsgegenstände und Inschriften haben ebenso Platz wie Rekonstruktionen von Bauten, Animationsfilme, interaktive Objekte und Repliken, die das Museum mit allen Sinnen genießen lassen.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Freitag: 09.00 bis 17.00
- Samstag und Sonntag: 10.00 bis 17.00
- Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat kostenlos
Römermuseum I Hoher Markt 3, 1010 Wien
> Besuch im Römermuseum planen
Uhrenmuseum
In einem schmucken Wiener Innenstadthaus können Sie die größte Uhrensammlung Österreichs besuchen. Auf einer Zeitreise durch die Jahrhunderte sind 700 Exponate zu bestaunen, die die Geschichte der Zeitmessung vom Mittelalter bis in diejüngste Vergangenheit. Zu den Highlights zählen das tonnenschwere Turmuhrwerk des Stephansdoms aus dem 17. Jahrhundert, die „Laterndluhren“ der Biedermeierzeit und die astronomische Kunstuhr des Mönchs David a Sancto Cajetano, die verschiedene Ortszeiten, Planetenumlaufbahnen und Sonnen- und Mondfinsternisse anzeigen kann.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Freitag: 09.00 bis 17.00
- Samstag und Sonntag: 10.00 bis 17.00
- Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat kostenlos
Uhrenmuseum I Schulhof 2, 1010 Wien
> Besuch im Uhrenmuseum planen
Virgilkapelle
Die Virgilkapelle erreicht man über eine Wendeltreppe in derU-Bahn-Station Stephansplatz. Sie entstand vor mehr als 800 Jahren, wurde im18. Jahrhundert abgerissen und wurde erst im Zuge des Baus der U-Bahn 1973 wiederentdeckt. Der unterirdische Bau direkt unter dem Stephansdom diente als Untermauerung der Maria-Magdalena-Kapelle auf dem Friedhof von St. Stephan.
Die Kapelle bietet auch einen historischen Abriss über dasmittelalterliche Wien. Ausgewählte Objekte und Multimediastationen erzählen von ehemaligen Herrschaftsstrukturen, der Stadtorganisation und dem Alltag der BewohnerInnen im 13. Jahrhundert.
Öffnungszeiten:
- Freitag bis Sonntag: 10.00 bis 17.00
- kostenloser Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat
Virgilkapelle I Stephansplatz (U-Bahn-Station), 1010 Wien
> Besuch in der Virgilkapelle planen
Hermesvilla
Ab Mai kann man einen Ausflug in den Lainzer Tiergarten mit einem Besuch der Hermesvilla verbinden. „Sissis Schloss der Träume“, das ihr Franz Joseph schenkte, liegt inmitten des ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes. Nach dem Vorbild bürgerlicher Villen im Süden Wiens errichtete der bekannte Ringstraßenarchitekt Carl von Hasenauer das Haus, das Einblicke in die privaten Wohnverhältnisse des Kaiserpaares bietet: Fotos, Pläne, Dokumente, Originalmöbel und viele persönliche Gegenstände geben einen Eindruck in das Wohngefühl. Highlights sind dasSchlafzimmer der Kaiserin mit einem Prunkbett, das an das Modell von Maria Theresia angelehnt ist sowie ihr Turnzimmer, in dem sie täglich ihre Gymnastikübungen absolvierte.
Öffnungszeiten:
- Freitag bis Sonntag: 10.00 bis 17.00
- Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat gratis
Hermesvilla I Lainzer Tiergarten, 1130 Wien
> Besuch in der Hermesvilla planen
Otto Wagner Bauten
Die Bauten von Otto Wagner prägen das Wiener Stadtbild – von den Stadtbahnstationen in Hietzing oder im Stadtpark über die Kirche am Steinhof. All diese Jugendstilgebäude der Wiener Moderne, die sich durch klare Linien und geometrische Formen auszeichnen, können ab 1. Mai wieder besucht werden. Als Standorte des Wien Museums bieten sie am ersten Sonntag im Monat kostenlosen Eintritt.
Wiener Bezirksmuseen
Die 23 Wiener Bezirksmuseen erzählen Stadtgeschichte dort, wo sie entstanden ist – mitten in den Grätzeln: Mit viel ehrenamtlichem Engagement bewahren sie Fotos, Alltagsobjekte und persönliche Erinnerungen und machen so dieEntwicklung der einzelnen Bezirke vom Vorort zur Großstadt greifbar. Ob Arbeiterkultur in Favoriten, Biedermeier in der Josefstadt oder Industriegeschichte in Floridsdorf – die kleinen, oft überraschend detailreichen Sammlungen bieten einen kostenlosen Zugang zur lokalen Geschichte Wiens und laden dazu ein, den eigenen Bezirk neu zu entdecken.
> Überblick über die Wiener Bezirksmuseen
Heeresgeschichtliches Museum
Das Heeresgeschichtliche Museum im Arsenal verrät schon im Namen, dass die Exponate einen militärhistorischen Schwerpunkt haben. Momentan wird an einer inhaltlichen Überarbeitung und einer organisatorischen Neuaufstellung gearbeitet, die im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein wird. Ziel ist es, das Museum zu einem inklusiven Diskussionsort von Geschichte zu machen. Zentrale Themen sind Demokratiebildung, der Zusammenhang von Krieg, Konflikt und Gesellschaften sowie die Rolle des Militärs im Laufe der Zeit und heute.
Öffnungszeiten:
- täglich von 09.00 bis 17.00
- kostenloser Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat
> Besuch im Heeresgeschichtlichen Museum planen
Circus- und Clownmuseum Wien
Hereinspaziert: Das Circus- und Clownmuseum Wien ist eine Hommage an die Welt der Clownerie und Zirkuskunst: In einer bunten Sammlung aus Requisiten, Kostümen, Plakaten, Fotografien und Erinnerungsstücken wird die Geschichte berühmter Clowns ebenso lebendig wie dieEntwicklung der Clownfigur. Der Besuch des Museums ist kostenlos, das Lachen, mit dem sie dieses verlassen, kostet auch nichts. Geöffnet ist es am Sonntag von 10.00 bis 13.00.
Circus- und Clownmuseum I Iglplatz 7, 1020 Wien
> Besuch in das Circus- und Clownmuseum Wien planen
das weisse haus
Seit 2007 präsentiert das weisse haus als Kunstverein und Ausstellungshaus junge zeitgenössische Kunst und vernetzt internationale sowie lokale Positionen. Die experimentellen Ausstellungen kann man gratis besuchen, außerdem finden Open‑Studio‑Besuche statt.
Öffnungszeiten:
- Dienstag, Mittwoch und Freitag: 13.00 bis 18.00
- Donnerstag: 13.00 bis 20.00
- Samstag: 11.00 bis 14.00
das weisse haus I Hegelgasse 14, 1010 Wien
> Besuch in das weisse haus planen
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) imAlten Rathaus in der Wipplingerstraße eine zentrale Anlaufstelle für die Erforschung des Widerstands gegen Nationalsozialismus und für die Dokumentation der Opfer des NS-Regimes in Österreich. Das Archiv bewahrt umfangreiche Sammlungen aus persönlichen Erinnerungen, Fotos, Dokumenten und Zeugnissen, die Einblicke in Verfolgung, Widerstand und Exil geben.
Öffnungszeiten:
- Montag bis Mittwoch und Freitag: 09.00 bis 17.00
- Donnerstag: 09.00 bis 19.00
- Der Eintritt zur Dauerausstellung über Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus ist frei
> Besuch in das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands planen
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) I Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6 – 8, 1010 Wien
Auch die Gedenkstätte in der Salztorgasse 6 erinnert bei freiem Eintritt an die Opfer der Gestapo, Besichtigungstermine müssen im Vorfeld vereinbart werden.
> Termin zum Besuch der Gedenkstätte in der Salztorgasse 6 vereinbaren
Die Ausstellung in der Gedenkstätte Steinhof im Otto Wagner Spital-Areal auf der Baumgartner Höhe widmet sich NS‑Medizinverbrechen. Sie ist generell frei zugänglich, jeden ersten Sonntag im Monat finden kostenlose Führungen statt.
Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag: 10.00 bis 17.00
- Samstag: 12.00 bis 16.00
Gedenkstätte Steinhof I Otto-Wagner-Areal, V-Gebäude, Baumgartner Höhe, 1140 Wien
> Besuch in die Gedenkstätte Steinhof planen
Queer Museum im Otto Wagner Areal
Unweit von der Gedenkstätte Steinhof hat das Queer Museum am Otto Wagner Areal eröffnet: Ein neuer, offener Raum für queere Kunst, Kultur und Geschichte in Wien, der queere Perspektiven sichtbar macht und traditionelle Museumsformen hinterfragt. Hier werden wechselnde Ausstellungen gezeigt, in denen Identität, Begehren und gesellschaftliche Normen aus der Sicht queerer KünstlerInnen reflektiert werden.
Das Museum ist von Donnerstag bis Sonntag von 14.00 bis 18.00 geöffnet, der Eintritt ist frei.
Queer Museum I Otto Wagner Areal, C-Gebäude (ehem. Direktion), Stiege 2 (direkt hinter dem Haupttor) I Baumgartnerhöhe, 11140 Wien
> Besuch des Queer Museums planen
Wiener Feuerwehrmuseum
Wer sich für Feuerwehrgeschichte interessiert, sollte dem Wiener Feuerwehrmuseum einen kostenlosen Besuch abstatten. In der Sammlung finden sich historische Löschfahrzeuge, Helme, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände, die die Entwicklung der Feuerwehr von den Anfängen bis zur modernen Berufsfeuerwehr dokumentieren.
Öffnungszeiten:
- Dienstag: 14.00 bis 19.00
- Sonn- und Feiertage: 09.00 bis 12.00
Wiener Feuerwehrmuseum I Merkleinsches Haus, Am Hof 7, 1010 Wien
> Besuch in das Wiener Feuerwehrmuseum planen
Wiener Fischereimuseum
Das perfekte Museum für Angelfans: Das Wiener Fischereimuseum bietet einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des Fischfangs und die Kultur des Fluss- und Teichlebens rund um Wien. BesucherInnen entdecken historische Angelgeräte, präparierte Fischarten und Schautafeln zur Wiener Gewässerlandschaft sowie zur Entwicklung von Fischerei und Aquakultur.
Geöffnet ist jeden Sonntag von 09.00 bis 12.00, der Eintritt ist frei.
Wiener Fischereimuseum I Einzingergasse 1A, 1210 Wien
> Besuch in das Wiener Fischereimuseum planen
Österreichisches Gartenbaumuseum
Das Österreichische Gartenbaumuseum bietet einen interessanten Einblick in die Geschichte der Wiener Garten- und Landschaftsgestaltung. Von historischen Gartenplänen über Werkzeuge bis zu Pflanzenillustrationen zeigt das Museum, wie sich Gärten, Parks und öffentliche Grünanlagen im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Besonders anschaulich wird die Verbindung von Kunst, Kultur und Natur, die das Wiener Stadtbild prägt.
Der Besuch ist gratis, es können auch kostenlose Führungen gebucht werden.
> Kostenlose Führung durch das Österreichische Gartenbaumusuem buchen
Öffnungszeiten:
- Montag bis Freitag: 08.00 bis 15.00
- April bis Oktober: zusätzlich an jedem 1. Donnerstag im Monat, bis 18.00
Österreichisches Gartenbaumuseum I Siebeckstraße 14 I 1220 Wien
Geldmuseum der österreichischen Nationalbank
Das Geldmuseum der österreichischen Nationalbank macht Wirtschaft und Geldgeschichte auf spannende Weise erlebbar: Von historischen Münzen und Banknoten über interaktive Ausstellungen zu Inflation, Zahlungsverkehr und Finanzsystem Das Museum verbindet Wissensvermittlung mit praktischen Mitmachstationen und bietet so einen lebendigen Einblick in das Thema Geld, das unseren Alltag prägt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 09.00 bis 17.00
> Besuch in das Geldmuseum der österreichischen Nationalbank planen
Kunstraum Niederösterreich
Der Kunstraum Niederösterreich in Wien ist ein Treffpunkt für zeitgenössische Kunst und kulturellen Austausch: Auf der Ausstellungsfläche werden wechselnde Projekte, Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen österreichischer und internationaler KünstlerInnen gezeigt. Neben der Präsentation von Malerei, Skulptur, Fotografie und Medienkunst legt der Kunstraum großen Wert auf Diskussion und Vermittlung.
Öffnungszeiten:
- Dienstag bis Freitag: 11.00 bis 19.00
- Samstag: 11.00 bis 15.00
Kunstraum Niederösterreich I Herrengasse 13, 1010 Wien
> Besuch in den Kunstraum Niederösterreich planen
Marktamtmuseum
Das Marktamtmuseum am Floridsdorfer Markt bietet mit Exponaten aus demArbeitsalltag des Marktamt (MA9) einen Blick hinter die Kulissen der Wiener Marktgeschichte: Von historischen Marktregeln über alte Waagen, Schilder und Abrechnungsbücher bis hin zu Fotos und Dokumenten aus demAlltag der Marktleute zeigt das Museum, wie sich Handel, Versorgung und städtisches Leben über die Jahrhunderte entwickelt haben.
Der Eintritt ist frei, ein Besuch muss im Vorfeld vereinbart werden.
> Kostenlosen Besuch des Marktmuseums vereinbaren
Rauchfangkehermuseum
Das Rauchfangkehrermuseum Wien bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und Tradition des Schornsteinfegerhandwerks. In den Ausstellungsräumen erfahren BesucherInnen alles über historische Werkzeuge, Arbeitsmethoden und die Ausbildung der RauchfangkehrerInnen – von der Kehrrichtsammlung bis zu Schutzkleidung und Leitern.
Öffnungszeiten: Das Rauchfangkehrermuseum ist jeden Dienstag & Sonntag von 10.00 bis 12.00 geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Rauchfangkehrermuseum I Klagbaumgasse 4, 1040 Wien
> Besuch in das Rauchfangkehrermuseum planen
Museum Simon Wiesenthal
Das Museum am Rabensteig ist ein bewegender Erinnerungsort, der an das Leben, die Arbeit und das Vermächtnis des Holocaust‑Überlebenden Simon Wiesenthal erinnert und zugleich die Grundlagen der dokumentarischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit NS‑Verbrechen beleuchtet. Die Ausstellung erzählt in multimedialen Stationen von Wiesenthals unermüdlichem Engagement, Täter aufzuspüren und dem Vergessen entgegenzuwirken.
Das Museum ist kostenlos zugänglich und öffnet Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr (September–Juni) bzw. 10.00 bis 16.00 Uhr im Juli und August, an Feiertagen geschlossen; ein gültiger Lichtbildausweis wird beim Besuch empfohlen.
Museum Simon Wiesenthal I Rabensteig 3, 1010 Wien
> Besuch in das Museum Simon Wiesenthal planen
Ziegelmuseum
Im Ziegelmuseum lernt man Wissenswertes über die Geschichte des Ziegelbaus und die Entwicklung der Wiener Architektur. In der Ausstellung werden historische Ziegel, Bauwerkzeuge, alte Pläne und Fotos präsentiert, die die Bedeutung dieses Baustoffs für die Stadtentwicklung Wiens veranschaulichen. Momentan wird an einer Dokumentation von Ziegelöfen in Österreich gearbeitet.
Das Museum ist jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 10.00 bis 12.00 geöffnet. Es befindet sich neben dem Bezirksmuseum Penzing, der Besuch ist kostenlos.
Ziegelmusuem I Penzinger Straße 59, 1140 Wien
> Besuch im Ziegelmuseum planen
MUSMIG – Ein Museum im Werden: Migration neu erzählen
MUSMIG (Museum der Migration) ist ein interdisziplinäres Kollektiv aus KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen, das sich seit 2019 für die Schaffung eines Museums der Migration in Österreich einsetzt. Im Zentrum steht die Frage, wie Migration – als prägende gesellschaftliche Realität – sichtbar, erzählbar und erfahrbar gemacht werden kann.
Dabei versteht sich MUSMIG nicht als klassisches Museum, sondern als offener Denk- und Experimentierraum: Statt einer statischen Ausstellung entstehen kollektive, prozesshafte Formate, die neue Perspektiven auf Geschichte, Identität und Zugehörigkeit ermöglichen. In künstlerischen Projekten, Workshops und Ausstellungen beschäftigt sich MUSMIG mit migrantischen Erfahrungen – etwa durch persönliche Geschichten, Briefe, Musik oder performative Formate. Migration wird dabei nicht nur als politisches Thema, sondern als zutiefst menschliche Erfahrung sichtbar gemacht.
Seit 2025 ist MUSMIG auch physisch in Wien verortet – als offener Raum im Volkskundemuseum am Otto Wagner Areal, der als Plattform für Austausch, Kritik und neue Formen des Kuratierens dient.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 17.00; Eintritt frei
Otto Wagner Areal, Pavillon 1 I Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
Zusammenfassung
Wien bietet zahlreiche Möglichkeiten, Museen und Austellungen kostenlos oder an freien Tagen zu besuchen. Ob ganzjährige Gratis-Eintritte oder regelmäßige Aktionstage – das Angebot ist vielfältig und leicht zugänglich. So lässt sich die Wiener Museumslandschaft ohne Kosten entdecken.
