Gratis Kultur in Wien

Nahaufnahme eines silbernen, zugeklappten Laptops mit AppleLogo. auf einer weißen Fläche. In der rechten unteren Ecke ist ein Spiral-Notizbuch platziert auf dem die Aufschrift "Make your own kind of music" steht. Darauf liegt ein weinroter Kugelschreiber mit Kappe.

Tipps zur Recherche nach kostenlosen Events

Websites, Newsletter & Co: Wo finde ich Gratis-Kultur in Wien?

Die Wiener Kulturlandschaft ist so reichhaltig und vielseitg wie die Stadt selbst. Gratis Kulturveranstaltungen gibt es demnach viele – aber wo findet man diese? Hier sind einige Recherche-Tipps: Erfahren Sie, welche Websites Sie besuchen können, welche Newsletter es sich lohnt zu abonnieren und welche Gratis-Zeitungen zur Event-Recherche dienen.

Websites

Einen sehr umfangreichen Online-Eventkalender bietet die Wochenzeitung „Falter“ an, so umfangreich, dass man fast schon überfordert ist. Das Gute: Man kann beim Veranstaltungsprogramm in der erweiterten Suche nach „Eintritt frei“ filtern und erhält so einen kompakten Überblick über Gratis-Events.

>FALTER EVENTKALENDER

Vielleicht weniger oder nur in der Kulturszene bekannt ist eSeL. Wobei es die Plattform zur Vernetzung in der Kunstszene schon seit 1988 gibt. Herzstück bildet der Kunstkalender für Wien und Umgebung, bei dem man zwar nicht nach kostenlosen Veranstaltungen filtern kann, durch die gut redaktionelle Aufmachung aber dennoch Lust bekommt, Kunstveranstaltungen zu besuchen. Auf jeden Fall einmal vorbeischauen und sich inspirieren lassen!

> ESEL.AT

Jeder der nach Events sucht, wird mit events.at vertraut sein. Auch hier ist die Auswahl sehr groß – die Filterfunktion schafft zwar Abhilfe, erlaubt es jedoch nicht, nach kostenlosen Veranstaltungen zu differenzieren. Einen Überblick über die Top-Events erhält man trotzdem.

> EVENTS.AT

Ein ähnliches Konzept verfolgt Goodnight.at, wobei hier eine jüngere und an Partys interessierte Zielgruppe angesprochen wird. Gratis-Events sind beim Durchstöbern dennoch immer wieder dabei – Flohmärkte zum Beispiel.

> GOODNIGHT.AT

Inspiration bietet das Team von 1000 Things. Wer die Website aufruft, kann sich dort tatsächlich verlieren, die Wochenend-Preview-Tipps sind aber recht prominent auf der Startseite platziert. Auch hier sind immer wieder kostenlose Veranstaltungen dabei. In diesem Zusammenhang auch der Aufruf, dem Medienhaus auf Social Media zu folgen – es zahlt sich aus.

> 1000 THINGS

Allgemeine Newsletter

Das Klischee, dass nur ältere Leute Newsletter abonniert haben (Stichwort Boomer-Generation) mag zum Teil stimmen. Dennoch finde ich sie ein hilfreiches Tool, um sich einen Überblick zu verschaffen – wenn sie sorgfältig kuratiert sind. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Falter am Morgen-Newsletter, der den Tag nicht nur mit einem Morgen-Briefing aus gut recherchierten Geschichten aus der Redaktion starten lässt, sondern eben auch mit einem täglichen Kultur-Highlight für Wien. Und ja, da sind auch Gratis-Events dabei.

Das eSeL-Mehl der bereits oben empfohlenen Plattform sollte man alleine schon wegen des einfallsreichen Namens abonnieren. Die Sammlung an auf den Punkt gebrachten Kulturveranstaltungen ist es allerdings auch wert.

Zwar nicht primär Gratis-Events, aber einen pointierten und persönlichen Blick auf die Kulturlandschaft bietet die Presse-Redakteurin Almuth Spiegler mit ihrem freitägigen Kultur-Briefing. So amüsant zu lesen, dass man sofort Lust bekommt, die beschriebenen Ausstellungen zu besuchen. Vielleicht sogar gratis.

Newsletter von Museen

Praktisch alle Kulturinstitutionen haben nicht nur einen Webauftritt, sondern auch einen Newsletter, den man abonnieren kann, um auf dem Laufenden zu bleiben. Beim Newsletter des Belvedere zum Beispiel bekommt man regelmäßig Einladungen zum kostenlosen Besuch von Ausstellungseröffnungen.

Auch empfehlenswert ist die elektronische Post des MuseumsQuartier, das unterschiedliche Institutionen beherbergt, die zum kostenlosen Besuch einladen.

Auch das Wien Museum möchte ich jedem ans Herz legen, der Interesse an Kultur und Geschichte hat. Abgesehen davon, dass man die Dauerausstellung sowieso kostenlos besuchen kann und die Pforten von allen Standorten jeden ersten Sonntag im Monat für einen Gratis-Besuch geöffnet sind, ist auch der Newsletter lesenswert. Denn das vielseitige Programm, das unter anderem auch Buchpräsentationen oder Diskussionen bei freiem Eintritt umfasst, wird in kompakter Form beschrieben.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das Haus der Geschichte, in dessen Aussendungen der Fokus auf kostenlosen Diskussionen zu zeitgeschichtlichen Themen liegt. Übrigens: Sowohl die Dauerschau als auch die Sonderausstellung HdGÖ kann man derzeit jeden Donnerstag ab 18.00 gratis besuchen. Große Empfehlung!

Gratis-Zeitungen

Eigentlich logisch, dass Gratis-Zeitungen eine Fundgrube für kostenlose Veranstaltungen sind. Die Bezirkszeitungen oder auch das Blatt „Mein Wien“, die im Postkasten landen, kann man als Kulturinteressierte ruhig auch einmal genauer studieren. Oft sind Tipps zu Grätzel-Festen dabei, denen man einen Besuch abstatten kann, ebenso werden Gratis-Aktionen in Wien angekündigt. Auch das VOR-Magazin der Wiener Linien ist eine nennenswerte Quelle, wenn man sich für Kultur interessiert.