Gratis Kultur in Wien

Aufnahme des Wiener Prater bei blauem Himmel. Im Fokus ist das Riesenrad mit roten Gondeln, links davor niedrige Gebäude. Davor ist eine grüne Wiese mit Nadelbäumen und Menschen, die m Gras sitzen.

Gratis Kulturprogramm für Wien

Welche Kulturveranstaltungen Sie im April kostenlos besuchen können


Zücken Sie Ihren Kalender: Ein Überblick über Gratis-Events in Wien, die Sie im April besuchen können. Neben dem bunten Frühlingsprogramm auf den Wiener Ostermärkten und am Steiermark-Frühling können Sie sich auf Film-Screenings, Konzerte, Buchpräsentationen und kostenlose Museumsbesuche freuen. Gefeiert wird freilich auch, beispielsweise der Steiermark-Frühling, der Tag der Offenen Burg, die Lange Nacht der Forschung oder der Welttag des Buches

Ein Geheimtipp noch zum Schluss: Ab April kann man das Jüdische Museum jeden letzten Freitag im Monat ab 13.00 kostenlos besuchen. 

Ab 9. April

Klima Biennale

Von 9. April bis 10. Mai steht Wien ganz im Zeichen der Klimakrise. Einen Monat lang bringt die Klima Biennale unter dem Motto „Unspeakable Worlds“ Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um neue Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft zu entwerfen.

Ein besonderes Highlight der Klima Biennale: Margot Pilz bringt ihre ikonische Arbeit„Kaorle am Karlsplatz“ in neuer Form zurück und knüpft damit an die legendäre Stadtstrand-Installation von 1982 an.

Als Festivalzentrale fungiert das KunstHaus Wien als Ausgangspunkt für ein umfangreiches Programm, das sich über die gesamte Stadt erstreckt. Frei zugänglich sind beispielsweise die Public Spaces-Projekte, die die WirtschaftsagenturWien  mit dem Wettbewerb
Creatives for Vienna – Making Spaces gefördert hat. Zehn Konzepte wurden ausgewählt, um Freiräume in Wien neu gestalten und beleben – anlässlich der Klima Biennale kann man man die Orte besuchen, die die Lebensqualität in Wien steigern sollen.

> Liste der Projekt-Orte

Das Format Solutions & Strategies vereint künstlerische Arbeiten von rund achtzig Kunststudierenden der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien, die sich mit der Klimakrise auseinandersetzen. Die Ergebnisse werden von 29. April bis 3. Mai am Badeschiff präsentiert. Sie umfassen Zeichnungen, textile Arbeiten, Videos, ebenso wie Performances, Installationen und diskursive Formate.

Mit Immediate Matters wird in zehn unabhängigen Kunsträumen in Wien ein Ausstellungsprogramm geschaffen, das die ökologische Krise thematisiert. Die Opening-Party dazu findet am 17. April um 20.00 im Funkhaus statt.

Ebenso gibt es unter dem Titel Zukunftshorizonte ein Bildungsprogramm, bei dem Kinder und Jugendliche gemeinsam mit KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und SozialpartnerInnen innovative Projekte mit Blick auf den globalen Wandel, soziales Bewusstsein und neue, ökologisch nachhaltige Zukunftsbilder entwickeln.

Außerdem haben sichPartner in Climate aus Kunst und Kultur Programmpunkte überlegt, die die Themen der Klima Biennale aufgreifen und das Festivalthema „Unspeakable Worlds“ lebendig werden lassen:

  • Biofabrique Vienna
  • Brunnenpassage
  • DAS WEISSE HAUS
  • FOTO ARSENAL WIEN
  • Kultur 1
  • Kunsthalle Exnergasse
  • Kunsthalle Wien
  • MAK
  • SOHO STUDIOS
  • Stadtkino Wien
  • VIENNA DESIGN WEEK
  • Volkstheater
  • Weltmuseum Wien
  • WUK


Dienstag, 14. April

„Bullshit mit Blümchenkleid. Tradwives und die neue Lust am alten Rollenbild” im Wien Museum 

Tradewives verkörpern als Influencerinnen eine neue Hausfrauenromantik: Mit geflochtenen Zöpfen und Kleidchen backen sie Sauerteigbrot und repräsentieren idyllische Küchenszenen. Politisch gesehen wird dieses „Zurück an den Herd“-Rollenbild von rechten Parteien oder auch linken Gruppierungen gefeiert. 

Die Journalistin und Podcasterin Barbara Haas widmet sich dieser Thematik in ihrem Buch „Bullshit mit Blümchenkleid. Tradwives und die neue Lust am alten Rollenbild”, das sie im Gespräch mit Museumsdirektor Matti Bunzl präsentiert. Der Eintritt zur Buchpräsentation ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. 

18.30 I Wien Museum Veranstaltungsraum, 3. OG I Karlsplatz 8, 1040 Wien 

> Kostenlose Anmeldung zur Buchpräsentation  


Eröffnung der Ausstellung „Barbara Pflaum: Schaufenster des Alltags“ im MAK

In den 1950ern war der Beruf des Fotojournalisten von Männern dominiert. Eine der wenigen Frauen, denen es gelang ihre Bilder in Illustrierten veröffentlichen war Barbara Pflaum (1912 bis 2022). Mit der Fotografie kam sie während ihres Studiums an der Universität für angewandte Kunst Wien in Berührung, das sie als 40-jährige geschiedene Frau mit drei Kindern aufnahm.

Ihre ersten Reportagen wurden in der Wiener Illustrierten, es folgte eine Festanstellung bei der Wochenpresse, wo sie über 20 Jahre lang tätig war. Mit ihrer klassischen Rolleiflex-Mittelformatkamera war sie auf Kulturveranstaltungen wie Theater- und Opernpremieren oder Vernissagen unterwegs. Vor allem aber war sie bei politischen Ereignissen anzutreffen und machte Portraits von Staatsoberhäuptern, ParteiführerInnen, aber auch berühmten KünstlerInnen, die die Titelseite der Wochenzeitschrift zierten.

Die neue Ausstellung im MAK widmet sich allerdings nicht ihren ikonischen Fotografien, sondern zeigt eine weniger bekannte Seite, die umso mehr begeistert. Wenn sie nicht gerade im politischen oder Kulturgeschehen unterwegs war, streifte Barbara Pflaum durch die Straßen Wiens und machte situative Schnappschüsse von den BewohnerInnen.  Die Ausstellung im MAK zeigt genau diese Fotografien die sie – en passant, für sich selbst aufgenommen hat.

Die Ausstellung im MAK zeigt von 15. April bis 16. August die Eindrücke des Wiener Stadtlebens, die Barbara Pflaum mit viel Sensibilität fotografisch festgehalten hat. Die Eröffnung findet am 14. April um 19.00 unter Anwesenheit der Gastkuratorin Karolina Ziębińska-Lewandowska statt.

19.00 I MAK  I Stubenring 1, 1010 Wien 

> Mehr über die Ausstellung erkunden

Tipp: Im Zuge des Wiener Linien Tages haben BesitzerInnen der Jahreskarte am 26. April kostenlosen Eintritt ins MAK.

Mittwoch, 15. April

Literarische Soirée im RadioCafé

Im Zuge der Literarischen Soirée finden sich an Literatur interessierte Menschen im RadioKulturhaus zusammen, die über ausgewählte internationale Buchneuerscheinungen diskutieren. 

Diesmal stehen folgende Werke zur Diskussion:

  • Robert Menasse „Die Lebensentscheidung“
  • Siri Hustvedt „Ghost Stories – Ein Buch der Erinnerung“
  • Sandro Veronesi „Schwarzer September“

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter radiokulturhaus@orf.at ist erforderlich.

19.00 I RadioCafé I Argentinierstraße 30A, 1040 Wien


Talk „Brennpunkt Moderne: Die Wiener Secession und die Fotografie“ im Prunksaal der Nationalbibliothek

Welche Rolle spielte die Fotografie in der Zeit um 1900? Dieses Thema wird im Diskurs der Wiener Moderne oft übersehen. Die Secession war geprägt von Künstlern wie Gustav Klimt oder Koloman Moser und verstand sich als radikale Gegenbewegung zum konservativen Kunstbetrieb. Sie wurde zur Bühne für innovative Ideen und das Konzept des Gesamtkunstwerks.

Der Talk im Prunksaal beleuchtet insbesondere die Rolle der Fotografie innerhalb dieser Avantgarde – zwischen Dokumentation, Inszenierung und künstlerischem Experiment. Vier ExpertInnen diskutieren dieses unbekannte Kapitel der Foto-Avantgarde und eröffnen damit neue Perspektiven auf die Wiener Moderne.

Am Podium:

  • Dr. Elisabeth Dutz I Chefkuratorin, Grafische Sammlung Albertina
  • Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Sabine Plakolm-Forsthuber I Technische Universität Wien
  • Mag. Sandra Tretter I stv. Direktorin Klimt Foundation, Wien

Moderiert wird der Talk von Uwe Schögl, Kurator in der Österreichischen Nationalbibliothek. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18.00 I Prunksaal I Josefsplatz, 1010 Wien

> Mehr über den Talk

Donnerstag, 16. April

Stadtarchäologie-Führung „Spotlight auf Wiens Untergrund“ 

Die kostenlosen Führungen der Stadtarchäologie Wien bieten anhand von Ausgrabungsergebnissen einen neuen Blick auf die Stadtgeschichte. Diesmal  folgt die Archäologin Ingeborg Gaisbauer Ausgrabungen in Wiens Untergrund und gibt spannende Einblicke in das frühere Alltagsleben.

15.00 bis 16.00 I Treffpunkt: Tuchlauben 2, 1010 Wien

> Anmeldung zur kostenlosen Führung


Filmvorführung „Night and Fog“ und Künstlergespräch mit Dani Gal im Jüdischen Museum 

Die Filmvorführung „Night and Fog“ im Jüdisches Museum Wien verbindet historische Reflexion mit zeitgenössischer Kunst: Gezeigt wird ein Film des in Jerusalem geborenen Regisseurs Dani Gal, der die geheime Verstreuung der Asche von Adolf Eichmann rekonstruiert. Eichmann wurde vom israelischen Gericht wegen Kriegsverbrechens angeklagt, Gal wirft in seinem Film Fragen nach Erinnerung und Vergessen auf. Im Anschluss spricht der Künstler über seine Arbeit und steht für Fragen zur Verfügung. 

18.00 I Jüdisches Museum I  Dorotheergasse 11, 1010 Wien

> Anmeldung zur kostenlosen Filmvorführung

Freitag, 17. April

Free Friday Night im Oberen Belevdere

Die monatlichen Free Friday Nights im Oberen Belvedere widmen sich mit Impulsführungen Werken der Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis in die 1970er-Jahre. Jeder der Termine steht unter einem bestimmten Motto – diesmal stehen Farben im Mittelpunkt. Welche Wirkung haben Farben? Was können sie über Liebe, Freiheit und Macht aussagen? Erfahren Sie es bei einer der Führungen im Rahmen der Free Friday Night, für die Sie ab 10. April Time Slot-Tickets online buchen können. 

18.00 bis 21.00 I Oberes Belvedere, 1030 Wien 

> Time Slot-Ticket buchen

Samstag, 18. April

Tag der offenen Türen im Theater an der Wien

Beim Tag der offenen Türen bietet das Theater an der Wien ab 11.00 dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen von sonst verborgenen Bereichen. BesucherInnen erwartet ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm – von kreativen Workshops und einem abwechslungsreichen Kinderprogramm bis hin zu unterhaltsamen Formaten rund um Oper und Musiktheater. Das Theater wird dabei zur Bühne zum Entdecken, Ausprobieren und Staunen. Aufgrund des großen Andrangs im Vorjahr, müssen online kostenlose Zählkarten bestellt werden.

> Zählkarten für Vormittag sichern

> Zählkarten für Nachmittag sichern

Programm:

  • Opernkino: Erleben Sie Highlights aus den vergangenen Spielzeiten
    • 11.00 bis 11.50
    • 15.00 bis 15.50
    • Ort: Opernlounge im Marie-Geistinger-Salon
  • Tawow – Bärentanz und Fischgesang: Eine musikalische Tanz-Reise für Kinder durch die Spielzeit 2026/27 mit tierischen Operngeschichten
    • 11.10 bis 11.40 I 12.50 bis 13.20 
    • 15.10 bis 15.40 | 16.50 bis 17.20
    • Ort: Hölle
  • Kinderschminken von den MaskenbildnerInnen des Theaters
    • 11.15 bis 13.15
    • 15.15 bis 17.15
    • Ort: 2. Rang Foyer
    • momentan sind keine Zählkarten bestellbar, Restkarten sind vor Ort erhältlich
  • Musikalische Eröffnung mit Sopranist Maayan Licht 
    • 11.15 bis 11.30
    • 15.15 bis 15.30
    • Ort: Bühne
  • Ton- und Lichtshow
    • 11.40 bis 12.00
    • 15.40 bis 16.00
    • Ort: Zuschauerraum
  • Geschichten richten – Requisiten am Platz: Gemeinsam mit RequisiteurInnen richten Kinder ab 7 Jahren mit Begleitpersonen eine Opernszene auf der Bühne ein
    • 11.50 bis 12.10 | 12.25 bis 12.45
    • 15.50 bis 16.10 | 16.25 bis 16.45
    • Ort: Hölle
    • momentan sind keine Zählkarten bestellbar, Restkarten sind vor Ort erhältlich
  • Wie entsteht eine Operndekortation? Erfahren Sie Wissenswertes über den langen Weg vom ersten Bühnenbildentwurf bis zur fertigen Dekoration auf der Opernbühne.
    • 11.50 bis 12.20
    • 15.50 bis 16.20
    • Ort: Opernlounge im Marie-Geistinger-Salon
  • Vorstellung des Spielplans der Saison 26/27 von Intendant Stefan Herheim
    • 12.05 bis 12.25
    • 16.05 bis 16.25
    • Ort: Zuschauerraum
  • Ich bin ein Opernstar, holt mich hier raus! Finden Sie sich mit Spiel und Spaß im Opern-Dschungel zurecht und werden Sie zum Opernprofi.
    • 12.20 bis 12.50
    • 16.20 bis 16.50
    • Ort: Kantine
  • Wer bin ich und was mache ich eigentlich hier? Heiteres Opernberufe-Raten mit MitarbeiterInnen des MusikTheaters an der Wien
    • 12.30 bis 12.50
    • 16.30 bis 16.50
    • Ort: Logen 1. Rang links
  • Screening des ORF-Dokumentarfilms „Das Drama liegt in der Musik“ von  Stefan Herheim, bei dem er die  Proben zu Johann Strauss‘ Operette
    „Die Fledermaus“, die im Oktober 2025 Premiere am Theater an der Wien feierte, begleitete.
    • 12.30 bis 13.20
    • 16.30 bis 15.20
    • Ort: Opernlounge im Marie-Geistinger-Salon
  • Sing Along mit dem Schönberg-Chor
    • 12.50 bis 13.20
    • 16.50 bis 17.20
    • Ort: Zuschauerraum
  • ganztägig (ab 11.30 und 15.30 am Nachmittag)
    • Bühnenparcours: Lernen Sie das Theater Backstage kennen!
    • Rätselrallye:  Streifzug durch das Haus Geheimnisse des Theaters an der Wien für Jung und Alt
    • Basteln mit der Requisite für junge BesucherInnen

> Detailliertes Programm des Offenen Tages der Türen erkunden

ab 11.00 I Theater an der Wien I Linke Wienzeile 6, 1060 Wien


BURG-Kostümflohmarkt

Staunen und kaufen Sie! Beim Kostümflohmarkt des Burgtheaters haben Sie die einmalige Möglichkeit, seltene Lieblingsstücke aus vergangenen Inszenierungen zu erwerben. Der Kostümflohmarkt findet auf der Probebühne der BURG im Arsenal statt, gegenüber ist das Foto Arsenal Wien.

10.30 bis 15.00 I Ghegastrasse Objekt 19, 1030 Wien


night flowers 1 | Promenade im Musikverein

Waren Sie schon einmal im Musikverein? Die kostenlose Veranstaltungsreihe „night flowers“ gibt Ihnen Gelegenheit dazu. Der Pianist, Performer, Dirigent und Komponist Marino Formenti kuratiert kurze Nachtklänge, die um performative oder musikalische Bewegungen kreisen. Ausgangspunkt ist Beethovens Spazierstock, der zu musikalischen Wanderungen sowie ästhetischen und existenziellen Reisen einlädt.

In den Mini-Konzerten werden zeitgenössische europäische Werke mit Musik aus indischen, japanischen oder afroamerikanischen Traditionen in Dialog gebracht. So verlassen MusikerInnen und KomponistInnen ihre eigenen „Gärten“ und tauchen in neue musikalische Welten ein, in die sie das Publikum verführen.

In der „night flowers bar“, die an den Samstagen geöffnet ist, unterhält ein DJ die BesucherInnen, für die ein spezieller Drink kreiert wird. Im Foyer erwarten Sie gemütliche Fauteuils, die Teil einer konzeptionellen Installation des österreichischen Komponisten Peter Ablinger sind. Dort ist man eingeladen Platz zu nehmen und sich unter Anweisungen Teil der Performance zu werden.

InterpretInnen:

  • Klaus Lang I Performance
  • Samuel Toro Pérez I Performance
  • Leo Morello I Performance
  • Marino Formenti I Klavier, Performance, Konzept

Programm:

  • Toshi Ichiyanagi I Music for Electric Metronomes
  • Philip Glass I Étude Nr. 5
  • John Cage I Music Walk für Klavier und Radios

Die Nachkonzerte beginnen um 21.30 und dauern eine halbe Stunde, sie können kostenlos besucht werden.

21.30 bis 22.00 I Musikverein Wien; Großer Saal I  Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien

> Mehr über die Night Flowers-Veranstaltung erkunden

Sonntag, 19. April

gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz zum Eurovision Song Contest im RadioKulturhaus 

Zur Einstimmung auf das Showevent am 16. Mai, lädt de Radiosender Ö1 zu einem kostenlosen ESC-Quiz. Im Rahmen des Spezialquizes können Sie mit prominenten TeilnehmerInnen die Faszination dieses Musikwettbewerbes zu ergründen und in die schillernde Geschichte des Spektakels eintauchen. 

Judith Hoffmann und Bernhard Fellinger stellen die musikalischen Fragen und erwarten originelle Antworten unter anderem von Mr. Songcontest Andi Knoll, den Sängerinnen Elisabeth Engstler und Beatrix Neundlinger sowie dem FM4 Host Philipp Emberger, der auch Redakteur des Podcasts „Bussi Baba“ mit den Hosts Conchita Wurst und JJ ist. 

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung per Mail unter radiokulturhaus@orf.at ist erforderlich. Für alle ESC-Fans, die lieber zuhause mitraten wollen, wird das Quiz ab 13.10 in Ö1 übertragen.

12.45 I Studio 3 des RadioKulturhaus I Argentinierstraße 30A, 1040 Wien

Wer sich für den ESC interessiert, dem sei auch noch ein Besuch des Haus der Geschichte (jeden Donnerstag ab 18.00 kostenlos) ans Herz gelegt: In der Dauerausstellung findet man seit Kurzem auch besondere Exponate, die mit dem Eurovision Songcontest assoziiert werden. Ergänzt wird die Präsentation durch eine begleitende Web-Ausstellung, die musikalische und visuelle Highlights aus der Welt des ESC versammelt.

>Mehr zur Ausstellung im hdgö

Montag, 20. April

„Die Rosenschlacht“ im Gleis//Garten

Montag ist Kinotag im Gleis//Garten – diesmal wird der Film „Die Rosenschlacht“ gezeigt. Ivy (Olivia Colman) und Theo (Benedict Cumberbatch)  sind ein regelrechtes Bilderbuchpaar: perfekte Karrieren, eine liebevolle Ehe und perfekte Kinder. Doch ihre heile Welt bekommt einen Knick: Als Theo seinen Job verliert, nimmt Ivys Karriere Fahrt auf – und es kommen versteckte Ressentiments und Konkurrenzkämpfe ans Licht. 

> Trailer zum Film ansehen

Auch wenn der Film erst um 19.00 beginnt, sollte man schon vorher vor Ort sein, um sich einen Platz zu sichern. 

19.00 I Gleis//Garten I Eichenstraße 2, 1120 Wien 


Julia Blechinger liest im Jüdischen Museum aus den Tagebucheinträgen und Briefen von Ruth Maier 

Ruth Maier wurde 1920 in Wien geboren und wuchs wohlbehütet in Währing auf. Ihre Familie gehörte den „sekulären“ Juden an – eine Tatsache, die Julia Maier zum Verhängnis wurde: Der Tag der sogenannten Reichskristallnacht war ihr 18. Geburtstag. Während ihre Schwester und ihre Mutter nach England fliehen konnten, sah sie sich gezwungen, alleine nach Norwegen zu emigrieren. Ihre Freundin , die norwegische Dichterin Gunvor Hofmo, bewahrte Ruths Tagebücher, die sie seit ihrem 12. Lebensjahr führte, mehr als fünfzig Jahre lang auf. Im Jüdischen Museum liest Julia Blechinger liest aus Maiers Tagebucheinträgen und Briefen.

Einlass 18.00; Beginn 18.30 I Jüdisches Museum I Dorotheergasse 11, 1010 Wien

> Kostenlose Anmeldung zur Veranstaltung

Dienstag, 21. April

Buchpräsentation „Der Nordbahnhof als Deportationsort“ im Wien Museum 

Noch heute gibt es am ehemaligen Aspangbahnhofs ein Mahnmal, das an die Deportation von 45.000 JüdInnen erinnert.  Dass sich die Deportationen ab 1943 auf den Wiener Nordbahnhof verlagerten ist im öffentlichen Gedächtnis weniger präsent. Da der Ort bereits zuvor über „Schutzhaft“-Transporte der Gestapo als direkte Verbindung zwischen Wien und Auschwitz fungierte, wurden zwischen 1943 und 1945 von dort mehr als 2.000 als jüdisch definierte Menschen in 33 Transporten nach Theresienstadt und Auschwitz verschleppt.

Die HistorikerInnen Michaela Raggam-Blesch, Dieter Hecht und Heidemarie Uhl widmen sich in einer wissenschaftlichen Publikation erstmals der Dokumentation und historischen Einordnung dieses Deportationsortes und rücken so seine historische Bedeutung ins Bewusstsein. Sie präsentieren ihr Buch „Der Nordbahnhof als Deportationsort“, das bei Mandelbaum erscheint, im Gespräch mit Museumsdirektor Matti Bunzl.

18.30 I Wien Museum Veranstaltungsraum, 3. OG I Karlsplatz 8, 1040 Wien

> Kostenlose Anmeldung zur Buchpräsentation


Ausstellungseröffnung „Hype und Hochkultur“: 75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten im MAK

Plakate als Spiegel ihrer Zeit: Eine Ausstellung im MAK zeigt, wie eng die Geschichte der Wiener Festwochen mit kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden ist. Manche Sujets erinnern an legendäre Kunsterlebnisse, andere an hitzige Debatten oder prägende Ereignisse wie die Arena-Besetzung 1976 und das Eröffnungskonzert von Falco im Jahr 1985.

Die Plakatchronik macht nicht nur den Wandel von Design und Zeitgeist sichtbar, sondern auch die Entwicklung des Festivals hin zu seiner heutigen visuellen Identität. Ein besonderes Highlight: Erstmals wird das gesamte Plakatarchiv digital zugänglich gemacht – mit grafischen Experimenten, innovativen Entwürfen und humorvollen Kampagnen.

Das Ausstellungsprojekt entstand in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, dem MAK – Museum für angewandte Kunst und der Wienbibliothek im Rathaus. Die Eröffnung ist kostenlos und findet ab 19.00 im MAK statt.

Eröffnung:

  • Martina Kandeler-Fritsch I stellvertretende wissenschaftliche Geschäftsführerin des MAK
  • Anita Eichinger I Direktorin Wienbibliothek im Rathaus
  • Milo Rau I Intendant Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Zur Ausstellung spricht Franz Gangelmayer, Kurator Wienbibliothek im Rathaus

19.00 I Museum für angewandte Kunst I Stubenring 5, 1010 Wien

> Mehr über die Ausstellung erkunden

Übrigens: Am 26. April ist im Rahmen eines Wiener Linien-Tages kostenloser Eintritt im MAK.


night flowers 2 | Voyages: Urklang im Musikverein

Unter dem Namen „night flowers“ kuratiert der Pianist, Performer, Dirigent und Komponist Marino Formenti eine Reihe kurzer Nachtklänge, die, Beethovens Spazierstock gewidmet sind. Sie kreisen um performative oder musikalische Bewegungen und um echte Migrationen, indem europäische Werke mit Musik aus indischen, japanischen oder afroamerikanischen Traditionen verbunden werden.

InterpretInnen:

  • Black Page Orchestra
  • Elena Gabbrielli I Flöte
  • Matei Ioachimescu I Flöte
  • Teresa Doblinger I Klarinette
  • Jason Pfiester I Horn
  • Alfredo Ovalles I Keyboard
  • Eirini Krikoni I Violine
  • Alyona Pynzenyk I Viola
  • Irene Frank I Violoncello
  • Philipp Kienberger I Kontrabass
  • David Eggert I Violoncello
  • Anuradha Genrich I Gesang
  • Marino Formenti I Musikalische Leitung und Konzeption

Programm:

  • Giacinto Scelsi I Pranam II
  • Voyages I+I im Dialog mit traditioneller karnatischer Musik

Das Konzert bei freiem Eintritt beginnt um 21.30 und dauert eine halbe Stunde.

21.30 bis 22.00 I Musikverein Wien; Großer Saal I  Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien

> Mehr über die Veranstaltung night flowers 2 erkunden

Mittwoch, 22. April

Präsentation der Publikation „Jüdisches Echo 2026 – Vol. 74: Wo ist daheim?“ im Jüdischen Museum 

Die neue Ausgabe des „Jüdischen Echos“ geht der Frage nach, was Leben in der Diaspora für JüdiInnen unterschiedlicher Generationen bedeutet. Seit dem Gaza-Krieg ist der Antisemitismus wieder in den Fokus gerückt, weshalb das Heft den Blick erweitern möchte und sich mit dem Zusammenleben jüdischer und nicht-jüdischer Menschen in unterschiedlichen Ländern beschäftigt.

Begrüßung:

  • Barbara Staudinger I Jüdisches Museum Wien

Am Podium:

  • Leon Widecki I Obmann des Herausgebervereins
  • Christian Schüller I Chefredakteur „Das Jüdische Echo“
  • Lia Guttmann und Milli Li Rabinovici I Co-Präsidentinnen der Jüdischen HochschülerInnen (JöH) 

Musikalisch umrahmt wird die Präsentation vom Quartett „Yentes Kuzinen“.

Einlass 18.00; Beginn 18.30 I Jüdisches Museum I Dorotheergasse 11, 1010 Wien

> KostenloseAnmeldung zur Veranstaltung 

Donnerstag, 23. April

Welttag des Buches im Literaturmuseum 

Am 23. April wird im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek der Welttag des Buches gefeiert – mit freiem Eintritt und einem abwechslungsreichen Programm rund ums Lesen.

Von 10.00 bis 21.00 können BesucherInnen die Dauerausstellung erkunden, die die Vielfalt der österreichischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis heute zeigt. Ergänzt wird das Angebot durch kostenlose Führungen sowie interaktive Workshops: So lädt etwa eine Poetry-Slam-Session mit der Künstlerin Yasmo dazu ein, selbst kreativ zu werden.

Ein abwechslungsreicher Kulturtag, der Literatur erlebbar macht – für alle, die Bücher lieben oder neu für sich entdecken möchten.

Führungen durch die Dauerausstellung:

  • 16.00 und 17.30

Poetry Slam-Sessions mit Yasmo:

  • 15.00: Workshop für Kinder und Jugendliche (ca. 12 bis 16 Jahre)
  • 16.30: Workshop für Erwachsene 

10.00 bis 21.00 I Literaturmuseum I Johannesgasse 6, 1010 Wien

> Mehr über den Welttag des Buches im Literaturmuseum erfahren


Robert Menasse im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder über „Meine 1960er Jahre“

In der Wiener Innenstadt widmet sich das Wiener Aktionismus Museum (WAM) unter der Leitung vom ehemaligen Leiter der Albertina Klaus Albrecht Schröder einer der radikalsten und zugleich einflussreichsten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Der Wiener Aktionismus, bekannt für seine provokanten Performances und die bewusste Grenzüberschreitung zwischen Kunst und Leben, wird hier eindrucksvoll dokumentiert und neu kontextualisiert. Das Museum bietet BesucherInnen einen intensiven Einblick in das Schaffen zentraler Künstler wie Hermann Nitsch, Günter Brus, Otto Mühl und Rudolf Schwarzkogler. Ebenso werden gesellschaftlichen Umbrüche thematisiert, die diese Bewegung geprägt haben.

Das Museum lädt dazu ein, Kunst jenseits klassischer Formen zu erleben – unter anderem durch Gespräche, die passend zum Ausstellungsprogramm organisiert werden. Am 23. April unterhält sich der Schriftsteller Robert Mensasse mit Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder darüber, wie er die 1960er Jahre erlebt hat. Die Teilnahme am Gespräch ist kostenlos, eine Onlineanmeldung ist erforderlich.

Beginn 18.30 I Wiener Aktionismus Museum I Weihburggasse 26, 1010 Wien

> Zum Gespräch mit Robert Menasse anmelden

Freitag, 24. April

Gratis Eintritt im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse 

„Happy Friday!“ heißt es ab April im Jüdischen Museum Wien: Jeden letzten Freitag im Monat öffnet das Museum in der Dorotheergasse von 13.00 bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt seine Türen. BesucherInnen haben so die Gelegenheit, eines der ältesten jüdischen Museen weltweit kennenzulernen und in vielfältige Facetten jüdischer Geschichte einzutauchen.

Ein zentraler Bestandteil ist die Dauerausstellung „Unsere Stadt“. Sie setzt im Jahr 1945 an und spannt den Bogen bis in die Gegenwart Wiens. Erzählt wird die bewegte Geschichte einer nahezu ausgelöschten jüdischen Gemeinde, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg neu formierte und durch Widerstandskraft und Engagement wieder wachsen konnte. Gleichzeitig wirft die Ausstellung einen Blick zurück ins Mittelalter, beleuchtet kritisch die vermeintliche „Toleranz“ unter Joseph II. und endet mit der Schoa – dem nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen JüdInnen.

Ein eindrucksvolles künstlerisches Element ist die fotografische Rauminstallation der israelischen Künstlerin Maya Zack. Ihr Werk setzt sich mit einem Raum auseinander, der 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde, und interpretiert ihn auf eindringliche Weise neu.

Noch bis 8. Juni widmet sich eine Ausstellung der sogenannten „Fluchtstube“ des Radioingenieurs Emmerich Grünwald. Er wurde 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, das er trotz körperlicher Beeinträchtigung überlebte. In seiner Wohnung in der Schlickgasse 4 hatte er sich zuvor ein verborgenes Zwischengeschoss eingerichtet – erreichbar über eine versteckte Treppe unter einem Kleiderschrank.

Noch bis 24. April greift das Museum mit der Ausstellung „Schwarze Juden, Weiße Juden?“ schließlich ein hochaktuelles Thema auf: Welche Hautfarben haben Jüdinnen und Juden – und welche werden ihnen zugeschrieben? Im Spannungsfeld zwischen Selbstdefinition, Antisemitismus und Rassismus werden gängige Vorstellungen hinterfragt und neue Perspektiven auf jüdische Identität eröffnet.

13.00 bis 18.00 I Jüdisches Museum I Dorotheergasse 11, 1010 Wien

> Ausstellungen des Jüdischen Museums in der Dorotheergasse erkunden


Lange Nacht der Forschung

Wissenschaft zum Anfassen: Bei der Langen Nacht der Forschung verwandelt sich Wien am 24. April von 17.00 bis 23.00 in eine große Erlebniswelt der Forschung, die bei freiem Eintritt besucht werden kann. 

Quer durch die Stadt öffnen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ihre Türen und laden dazu ein, hinter die Kulissen zu blicken. In Wien warten über500 Programmpunkte an mehr als 50 Standorten – von interaktiven Experimenten über Führungen und Workshops bis hin zu spannendenVorträgen und Live-Demonstrationen.

Ein zentraler Anlaufpunkt ist etwa die Universität Wien: Allein hier erwarten interessierte BesucherInnen über 60 Stationen. Im Hauptgebäude wird Forschung zur interaktiven Bühne – mit Mitmachstationen, Experimentalvorlesungen und Einblicken in Disziplinen von Geistes- bis Naturwissenschaften.  Auch das Thema Umwelt kommt nicht zu kurz: Unter dem Motto „Tatort Umwelt“ werden um 19.30 im Elise-Richter-Saal Umweltverbrechen präsentiert, um 17.00 findet eine Familienvorlesung über Klimawandel statt. Kabarett-Highlight des Uni-Programms ist sicherlich der Live-Auftritt von Maschek im Audimax um 20.30

Technik und Zukunft stehen an der Technische Universität Wien im Fokus. Am Campus Getreidemarkt dreht sich alles um nachhaltige Innovationen – von klimafreundlicher Mobilität über neue Materialien bis hin zu CO₂-Reduktion. BesucherInnen können hier selbst experimentieren, Labore erkunden und mit Forschenden ins Gespräch kommen.

An der WU stehen Campusführungen am Programm, ebenso sind Mitmachstationen eingerichtet. Wenn man den Campus im 2. Bezirk besucht, sollte man unbedingt auch bei der WU Outdoor-Gallery vorbeischauen, bei der Kunst und Wissenschaft in einer kreativen Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Themen verbunden werden.

Medizin hautnah erleben lässt sich rund um die Medizinische Universität Wien: Bei der„Medizinischen Forschungsmeile“ gibt es Einblicke in moderne Bildgebung, Diagnostik und Therapien – inklusive interaktiver Stationen und Laborführungen. Am Hauptstandort am Währinger Gürtel 18-20 steht die Notfallmedizin im Fokus und man hat die Möglichkeit, seine Erste Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Dort befindet sich auch das Hörsaalzentrum des AKH, wo man sogar die einmalige Möglichkeit hat, moderierten Live-OPs beizuwohnen. Zur Forschungsmeile gehört auch die pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm, die spannende Einblicke in Krankheitslehre und Pathologiegeschichte verspricht. Auch das St. Anna Kinderspital öffnet seine Türen und widmet sich mit Mitmachstationen der Zukunft der Kinderkrebsforschung

Nicht unweit entfernt ist dasVERA-Labor der Fakultät für Physik in der Währinger Straße 17.  Dort wird einem interessierten Publikum gezeigt, wie Teilchenbeschleuniger die Spuren der Vergangenheit entschlüsseln. Am Physik-Uni Standort in der Strudlhofgasse 4 können Sie bei halbstündigen Führungen in die österreichische Physikgeschichte eintauchen und auch einmalige Blicke in die Notizbücher von Erwin Schrödinger werfen. Zu den Führungen müssen Sie sich im Vorfeld anmelden. 

> Kostenlose Anmeldung zu den Führungen durch 100 Jahre Physikgeschichte

Apropos Vergangenheit: Auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften öffnet ihre Türen und zeigt, wie Forschung Vergangenheit sichtbar macht: In archäologischen Mitmachstationen wird demonstriert, wie Funde wie Münzen oder Pflanzenreste analysiert werden und welche Geschichten sie erzählen. Auch Themen wie Sprachforschung, Geschichte oder digitale Geisteswissenschaften werden anschaulich und oft spielerisch vermittelt. Gleichzeitig mach die Akademie ihre naturwissenschaftlichen Bereiche zugänglich und zeigt, woran heute geforscht wird – von Umwelt– und Klimaforschung bis hin zu komplexen Datenanalysen. Viele Stationen setzen dabei auf direkten Austausch: Forschende erklären ihre Arbeit persönlich und laden zum Mitdiskutieren ein.

Astronomiefans kommen in der in der Urania Sternwarte und in der Universitätswarte auf ihre Kosten. In der ersten Location können Sie bei Schönwetter einen Fernrohr-Blick in die Sterne werfen, während in der Türkenschanzstraße an 20 spannenden Stationen die Welt der Astronomie – von Atomen und Exoplaneten bis Kosmologie – erkundet werden können. Sogar eigene Sternbilder und Sonnensystem-Armbänder kann man gestalten.

Weniger bekannt ist der Wiener Sterngarten, ein rund ein Hektar großes Areal nahe der Wortubakirche in Liesing, wo man vier- bis fünfmal mehr Sterne als in der Stadt beobachten kann. Vorausgesetzt, man nimmt den naturbelassen steinigen Weg auf den Georgenberg auf sich – unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen!

Im MUK.podium der Musik und Kunst Privatuniversität darf man in experimentelle Klangwelten eintauchen. Im Clemens Hellsberg Saal bewusst Klang und Geräusche durch Soundmapping wahrnehmen und lernen, sich mithilfe von Solfeggio Ihre Kreditkartennummer leichter zu merken. Von 20.00 bis 21.00 können Sie in der Vollpension der MUK mit Forschenden ins Gespräch kommen, und zwar beim wissenschaftlichen Speed-Dating!

Das Naturhistorische Museum öffnet seine Pforten von 17.00 bis 23.00 für eine Reise in das Schlaraffenland der Zukunft  – eine Anspielung auf die aktuelle Ausstellung  Cockaigne, der mittelalterlichen Vorstellung eines solchen Ortes des Überflusses und des Genuss. Neben Veranstaltungen wie Science-Slams und Backstage-Führungen kann man verschiedene Forschungsstationen erkunden. 

Auch das BMLUK hat sich ein Programm überlegt: ExpertInnen gehen im Palmenhaus im Burggarten der Frage nach, wie unser Essen entsteht. In der Zweigstelle in der Leopoldstadt lernen Sie den österreichischen Strahlenschutz kennen. 

Lohnend ist auch ein Besuch der Seestadt, wo man einen Blick hinter die Kulissen der ASFINAG werfen darf. Hier erfahren Sie, wie globale Herausforderungen mit zukunftsfähigen Mobilitätstrends verbunden werden. 

Familien sollten einen Besuch im ZOOM Kindermuseum einplanen, ebenso ist der Science Pool im 11. Bezirk einen Abstecher wert, um in Wissenschaftsvermittlung einzutauchen. Im Technischen Museum stehen Experimentierfreude und Neugier im Mittelpunkt – auf spielerische Art und Weise wird Wissenschaft zum Angreifen vermittelt.
Highlight für die Kids: Um 16.00 erklärt der Bestseller-Autor Thomas Brezina „Was dein Körper sagen würde, wenn er sprechen könnte“ im Hörsaalzentrum des AKH (Währinger Gürtel 18-20). An der MedUni sind außerdem Bastelstationen zum Thema Antikörper eingerichtet. 

Darüber hinaus verteilen sich zahlreiche weitere Programmpunkte über die ganze Stadt – von der UNO City bis hin zum Vienna BioCenter, wo man an verschiedenen Stationen Antworten auf Forschungsfragen erhält. 

Kurz gesagt: In Wien lässt sich die Lange Nacht der Forschung wie ein Streifzug durch unterschiedlichste Wissenswelten erleben – je nach Interesse zwischen Technologie, Medizin, Astronomie, Physik, Umwelt, Kultur oder Geschichte, immer mit dem Fokus auf Mitmachen und Ausprobieren.

Samstag, 25. April

ZukunftsErwachen am Zukunftshof 

Der Zukunftshof in Rothneusiedl bittet zu einem bunten Frühlingsfest  voller Begegnungen, Entdeckungen und guter Stimmung für die gesamte Familie. BalkonfreundInnen werden am Pflanzenmarkt fündig, Kochinteressierte bekommen bei Kräuterwanderungen und Hofführungen Tipps zum Sammeln von essbarem Grünzeug, RadfahrerInnen können das DIY-Radservice nutzen und am Kunsthandwerksmarkt kann man das ein oder andere Mitbringsel erstehen. Für das leibliche Wohl sorgen regionale PartnerInnen und das HofCafé. Ein kreatives Kinderprogramm und Live-Musikunterhaltung runden den frühlingshaften Nachmittag am Stadtrand ab, das mit Frühschoppen beginnt und mit einer Kinderdisco endet. 

Unterhaltungsprogramm am Zukunftshof:

  • 11.30 I Beschwingtes Frühschoppen mit dem Oberlaaer Blech
  • 12.00 I Kräuterwissen für Erwachsene
  • 13.00 I Kasperltheater für die Kleinen
  • 13.30 I Wiener Dialekt-Pop mit MEIA
  • 14.00 bis 17.00 I Kinderbasteln mit Naturmaterialien
  • 15.00 I Hofführung und „Essbare Stadt Rothneusiedl“
  • 16.00 I Jamaikanische Klänge mit Stick a Bush
  • 16.00 I Kinderdisco

> Programm des ZukunftsErwachen erkunden

11.00 bis 19.00 I Zukunftshof I Rosiwalgasse 41-43, 1100 


night flowers 3 | Voyages: Solitary Peaks im Wiener Musikverein

Die Nachtkonzert-Reihe „night flowers“ wird von Marino Formenti (Pianist, Performer, Dirigent und Komponist) kuratiert. Auf Beethovens Spazierstock aufbauend lädt die musikalische Performance dazu ein, musikalische Grenzen zu hinterfragen. Europäische Werke werden mit traditionellen Klängen aus aller in Dialog gebracht.

An diesem Samstagstermin ist auch die Bar des Musikvereins geöffnet, in der Sie einen Signiture-Drink bei DJ-Sounds genießen können.

InterpretInnen:

  • Black Page Orchestra
  • Igor Gross I Schlagwerk
  • Maria Chlebus I Schlagwerk
  • Alfredo Ovalles I Keyboard
  • Eirini Krikoni I Violine
  • Maximilian Ölz I Kontrabass
  • Marino Formenti IMusikalische Leitung, Klavier und Konzeption
  • Mani Obeya I Gesang

Programm:

  • John Luther Adams I The Light That Fills the World
  • „Tukiliit (The Stone People Who Live in the Wind)” für Klavier solo im Dialog mit afroamerikanischen Songs

Das Konzert beginnt um 21.30 und dauert bis 22.00. Der Eintritt ist frei.

21.30 bis 22.00 I Musikverein Wien; Großer Saal I  Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien

Samstag, 26. April

Wiener Linien Tag im MAK

Dank der Wiener Linien erhält man amletzten Sonntag im April kostenlosen Eintritt in das Museum der angewandten Kunst (MAK) am Stubenring. Ein Highlight ist die Ausstellung„Helmut Lang. Séance de Travail 1986–2005“, die Einblick in das Schaffen des international einflussreichen österreichischen Designers gibt. Sie zeigt noch bis 3. Mai anhand des MAK-Archivs, wie Mode, Kunst und Konzeptarbeit ineinandergreifen.

Die Ausstellung über die Fotojournalistin Barbara Pflaum, deren Portraits ab den 1950ern namhafte Illustrierte zierten, zeigt eine andere Seite der Künstlerin. Im Mittelpunkt der Schau stehen Fotografien, die in Wien „en passant“ entstanden sind und das Alltagsleben der Stadt darstellen. 

Die aktuelle Plakat-Ausstellung im MAK widmet sich unter dem Titel „Hype und Hochkultur. 75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten“ der Entwicklung der Wiener Festwochen. Sie veranschaulicht, wie eng das Event mit gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen verknüpft sind. Zwischen ikonischen Momenten wie der Arena-Besetzung 1976 und Auftritten von Falco wird der Wandel von Design, Zeitgeist und Festivalidentität sichtbar. Entstanden ist das Projekt in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, dem MAK und der Wienbibliothek im Rathaus.

Die neu präsentierte Ausstellung „Textilien und Teppiche“ zeigt textile Objekte von der Spätantike bis in die Gegenwart – von Europa bis Ostasien – und damit rund 1.500 Jahre Kultur- und Designgeschichte. Im Mittelpunkt stehen kostbare Teppiche, darunter herausragende Stücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die zu den Highlights der Sammlung zählen.

Außerdem wurde die Schausammlung des MAK rund um die Epoche um 1900 in Wien neu aufgestellt. Neben Schätzen aus der eigenen Sammlung wird sie durch hochkarätige Leihgaben ergänzt. Ziel des künstlerischen Konzepts von Markus Schinwald war es, Verbindungen zwischen Objekten, Kontexten und Ideen bis in die Gegenwart zu schaffen. Die drei neuen Schauräume bieten einen Querschnitt durch die Hochblüte der angewandten Kunst um 1900

10.00 bis 18.00 I MAK I Stubenring 1, 1010 Wien  

> Programm des MAK erkunden


Open House im Belvedere 21

Auch dieses Frühjahr lädt das Belvedere 21 zu einem Open House mit einem vielfältigen Führungs-, Film- und Performance-Programm. Im Offenen Atelier können Eltern und ihre Kinder selbst kreativ werden, indem sie Figuren aus unterschiedlichen Stoffen und Draht gestalten.

Inspiration dazu bietet die Ausstellung „Sandra Mujinga: Skin to skin“, bei dem die norwegische Künstlerin den zentralen Ausstellungsraum des Belvedere 21 mit einer raumgreifenden Installation aus Skulptur, Sound und Spiegelung bespielt. 

Die Führungen durch die Ausstellung der amerikanischen Künstlerin Sue Williams zeigen ihre Auseinandersetzung mit Macht und Unterdrückung, die sich in ihrer Malerei widerspiegeln. Die Impulsführungen durch die Schau über Friedl Kubelka beschäftigen sich mit ihren experimentellen Fotografien und Kurzfilmen. 

Ergänzt wird das Programm durch ein abwechslungsreiches Rahmenangebot: Workshops, offene Ateliers, dialogische Rundgänge, Gespräche mit ExpertInnen und interaktive Formate eröffnen neue Perspektiven. 

Auch Film und Performance kommen nicht zu kurz – etwa bei Screenings im Blickle Kino oder künstlerischen Beiträgen im Haus. Highlight für Cineasten ist das Screenings des Films „Iliggocene – The Age of Dizziness“ im Blickle Kino von 16.30 bis 18.00. Das Projekt von Ruth Anderwald, Sergio Edelsztein und Leonhard Grond untersucht den untersucht den Taumel als Zustand der Unvorhersehbarkeit und der Unsicherheit mittels Ausstellungen, Screenings, Literatur, Performances und Gesprächen. Für die Filmvorführung ist ein kostenloses Onlineticket notwendig. 

> Kostenloses Onlineticket für das Screening sichern

Kurzum: Familienfreundliche Vermittlungsangebote sorgen zudem dafür, dass BesucherInnen jeden Alters auf ihre Kosten kommen.

11.00 bis 18.00 I Belvedere 21, 1030 Wien

> Detailliertes Programm des Open House im Belvedere 21 erkunden

Montag, 27. April

„Was hat uns bloß so ruiniert“ im Gleis//Garten 

Montags ist der Gleis//Garten der place-to-be für CineastInnen, die sich diesmal auf den österreichischen Film „Was hat uns bloß so ruiniert“ freuen dürfen. Hochkarätige SchauspielerInnen wie Pia Hierzegger, Manuel Rubey, Pheline Roggan, Andreas Kiendl, Vicky Krieps oder Marcel Mohab verkörpern Paare, die sich einem Bobo-Lebensstil verschrieben haben: Während sie Tomaten am Balkon ziehen und ihren eignen Kaffee rösten, sind sie sich sicher, dass ihr Kinderwunsch nichts an ihrer Lebensphilosophie ändern wird. Doch sie werden eines Besseren belehrt. 

> Trailer zum Film ansehen

Ein Bier bei Mama Kraft ist die ideale Einstimmung für den kostenlosen Filmabend, bei dem man schon frühzeitig im Gleis//Garten sein sollte, um einen der begehrten Plätze zu ergattern. 

19.00 I Gleis//Garten I Eichenstraße 2, 1120 Wien 

Dienstag, 28. April

„NS-Aktivistin im Verborgenen: Fokus auf den Nachlass“: Eröffnung, Impulsvorträge und Diskussion im hdgö

Das öffentliche Bild des Nationalsozialismus und der inszenierte Führerkult sind männlich dominiert, der Aktivismus von Frauen bleibt in diesem Zusammenhang oft im Verborgenen. Tatsächlich gab es aber einige Nationalsozialistinnen, die sich vor und nach dem Verbot der NSDAP 1933 engagiert haben – diesen widmet sich eine neue Präsentation in der Foyer Vitrine des Haus der Geschichte Österreich.

Ausgehend vom Nachlass der Aktivistin Paula Lang (1906–1991) wird dabei der Blick auf ihre unterschiedlichen Strategien der politischen Betätigung gerichtet. Der gesamte Nachlass kann außerdem digital in einer  Online Sammlung erkundet werden.

Zur Eröffnung der Schau macht die  Historikerin Heidrun Zettelbauer die unterschiedlichen Motive zu weiblicher Betätigung im Zuge des Nationalsozialismus greifbar und thematisiert anhand biographischer Beispiele, wie sich einzelne Akteurinnen zu rechtsextremen Ideologien in Beziehung setzten und diese zugleich selbst mitgestalteten. Ein Impulsvortrag von Helmut Wohnout, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, gibt Einblicke in die Illegalen-Bewegung in Österreich. Im Anschluss bettet eine Diskussion die Biografie von Paula Lang aus der Ausstellung in diesen breiteren Rahmen ein und eröffnet die Diskussion für Geschichtsinteressierte.

Begrüßung:

  • Monika Sommer | Gründungsdirektorin, Haus der Geschichte Österreich (hdgö)

Impulsvorträge:

  • Helmut Wohnout | Historiker, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs : „Zur Bedeutung der Illegalen-Bewegung in Österreich“
  • Heidrun Zettelbauer | Professorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte, Universität Graz: „Motive, Handlungsräume, Kontexte: Biographische Annäherungen an deutschnationale und nationalsozialistische Akteurinnen“

Diskussion:

  • Mara Metzmacher | Mitarbeiterin Public History Team, Kuratorin der Ausstellung, hdgö 
  • Heidrun Zettelbauer | Professorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte, Universität Graz 

Moderation:

  • Stefan Benedik | Teamleitung Public History, hdgö 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

> Zur Veranstaltung anmelden

18.00 I Foyer des Haus der Geschichte Österreich I Neue Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien 


night flowers 4 | Voyages: The Sea im Wiener Musikverein

Pianist, Performer, Dirigent und Komponist Marino Formenti stellt unter dem Titel „night flowers“ eine Reihe an Nachtkonzerten zusammen, bei dem die beteiligten MusikerInnen und KomponistInnen sich auf musikalische Wanderungen begeben.

InterpretInnen:

  • Anna Clare Hauf I Mezzosopran
  • Marino Formenti I Klavier und Konzeption
  • Alfredo Ovalles I Klavier
  • Luca Lavuri I Klavier
  • Martyna Zakrzewska I Klavier

Programm:

  • Salvatore Sciarrino I „Polveri laterali“ für Klavier solo
  • „La navigazione notturna“ für vier Klaviere m Dialog mit sizilianischen Volksliedern

21.30 bis 22.00 I Musikverein Wien; Großer Saal I  Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien

> Mehr über die Veranstaltung night flowers 4 erkunden

Mittwoch, 29. April

Finissage der Ausstellung „Monument der Stadt. Rathaus Wien“ in der Wienbibliothek 

Zum Abschluss der Ausstellung „Monument der Stadt. Rathaus Wien“ lädt eine Finissage am 29. April um 18.30 Uhr zu einem besonderen Blick hinter die Kulissen ein. Die Kuratoren Gerhard Maurer und Franz J. Gangelmayer präsentieren dabei bislang wenig bekannte Geschichten rund um das Wiener Rathaus – von der Bauzeit bis in die darauffolgenden Jahrzehnte.

Anhand von Pressemeldungen, Fotografien und weiteren historischen Quellen entstehen spannende Einblicke in die Geschichte des Hauses und seine Rolle im Stadtleben. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich.

18.30 I Lesesaal der Wienbibliothek I Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse 2, Stiege 6, 1. Stock, 1010 Wien

> Kostenlose Anmeldung zur Finissage


night flowers 5 | Voyages: Aki (Der Herbst)

Bei dieser Ausgabe der „night flowers“, die vom Pianisten, Performer, Dirigenten und Komponisten Marino Formenti kuratiert wird, kommt japanische Musik mit europäischen Werken in Dialog. Der Besuch des Nachtkonzerts ist kostenlos, es beginnt um 21.30 und dauert 30 Minuten.

InterpretInnen:

  • Kaoko AmanoI Mezzosopran
  • Florian Palier I Gitarre
  • Naomi SatoI Shō
  • Marino Formenti I Konzeption

Programm:

  • Toshio Hosokawa I „Renka 1“ für Sopran und Gitarre
  • Im Dialog mit klassischer japanischer Musik

21.30 bis 22.00 I Musikverein Wien; Großer Saal I  Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien

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